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Weihnachtsmarkt am 1. Advent

By Allgemein

Herzliche Einladung!

Die Bäume werden kahler und die Temperaturen sinken und was heißt das für uns? Es ist nicht mehr lange bis zum Weihnachtsmarkt im Johannesstift in Berlin-Spandau!

1. Dezember 2019
Eröffnungsgottesdienst um 10.30 Uhr
Weihnachtsmarkt ab 12.00 Uhr

 

Wir sind wieder mit jeder Menge aktueller Informationen über unsere Arbeit, heißen Getränken und natürlich Honig dabei!

Kommen Sie vorbei und ergattern Sie ein Glas des beliebten Honigs aus der Republik Moldau!

Wir freuen uns auf Sie!

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Projektarchiv: Kindergarten in Costangalia

By AllgemeinNo Comments

Im Jahr 2013 haben wir den Kindergarten in Costangalia zum einem Sozialzentrum für Kinder, Jugendliche und ältere Menschen weiterentwickelt. Damit reagieren wir auf die veränderten Bedürfnisse im Ort. Wie es dazu kam und was die neue Einrichtung den Bewohnern des Dorfes bietet, erfahren Sie auf der Seite des Sozialzentrums.

Aber auch auf den Aufbau und langjährigen Betrieb des Kindergartens sind wir und unsere Partner vor Ort stolz. Unser Dank gilt den vielen Spendern, die uns bei diesem Vorhaben stets unterstützt haben. Im Folgenden können Sie noch einmal nachlesen, was uns bewogen hatte, zusammen mit der Gemeinde in Costangalia einen Kindergarten zu eröffnen.

Ein Kind in Costangalia
hat es nicht leicht: Die meisten Familien dort sind völlig verarmt. Bezahlte Arbeitsplätze gibt es kaum, und so ist die Not in den Familien groß. Nicht alle haben Geld, um ihren Kindern einen Kindergartenbesuch zu ermöglichen. Dafür muss man nämlich zahlen; der finanziell ruinierte Staat kann sich den Betrieb nicht mehr leisten. Es gibt auch etliche Eltern, die sich kaum um ihre Kinder kümmern und Trost im Alkohol suchen. Diese Kinder bleiben dann sich selbst überlassen.

Familiäre Tragödien
gibt es viele. Eine wollen wir an dieser Stelle kurz schildern: Da ist ein Vater mit 7 oder 8 Kindern, genau haben wir nicht nachgezählt. Seine Frau hat ihn vor einigen Jahren verlassen. Jetzt steht er vollkommen alleine da, hat keine Arbeit und muss seine Kinder trotzdem irgendwie versorgen. Um erzieherische Fragen hat er sich früher nie gekümmert. Seine Rat- und Hilflosigkeit drückt sich darin aus, dass er die Kinder nie aus dem Haus lässt, weil er Angst hat, sie könnten draußen etwas anstellen. Man sieht es ihm an: Er ist deutlich überfordert.

Die Folgen
sind für die Kinder fatal: Wenn sie nicht in den Kindergarten gehen können, verschlechtert sich die Ernährung, da jetzt die einzige richtige Mahlzeit am Tag wegfällt. Es ist niemand mehr da, der auf den Gesundheitszustand der Kinder achtet. Damit nicht genug: Der Vorschulunterricht ist eine Voraussetzung für den sich anschließenden Schulbesuch. So kommt es, dass wir jetzt Kinder in schulpflichtigem Alter kennen, die einfach nicht die Grundvoraussetzungen für einen Besuch der Schule mitbringen.

Nachhaltige Hilfe: ein Kindergarten!
Gemeinsam mit der Gemeinde von Costangalia betreiben wir für diese benachteiligten Kinder einen Kindergarten. 2001 wurde mit dem Bau des 145 m² großen, zweistöckigen Gebäudes auf dem Grundstück der Gemeinde begonnen. Der Bau wurde aus festen Mauersteinen, nicht aus Lehmziegeln errichtet. Wir wollen zwar keinen deutschen Prunkbau errichten, aber halten soll es trotzdem…

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Spielende Kinder vor dem Kindergartengebäude

Im September 2003 konnten wir den Kindergarten einweihen. Jetzt werden 30 Kinder in drei Gruppen betreut. Ein Kindergartenplatz kostet insgesamt (incl. Personal, Verpflegung, Heizung etc.) 40 Euro im Monat. Wir sind zuversichtlich, dass wir mit Hilfe von regelmäßigen Spendern die verhältnismäßig niedrigen laufenden Kosten aufbringen können. Besonders hierfür bitten wir um Unterstützung!

Aber auch wenn die Kinder in die Schule kommen, benötigen Sie unsere Unterstützung. Dafür haben wir die obere Etage des Gebäudes ausgebaut. Wir bieten wir ihnen nachmittags die Möglichkeit, hier Hausaufgaben zu machen, zu basteln, zu spielen und auch eine Kleinigkeit zu essen. Besonders bei den Hausaufgaben helfen die Erzieherinnen.

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Der Kindergarten soll ein Zeichen dafür sein, dass man gemeinsam selbst unter ungünstigen Bedingungen etwas erreichen kann. Wir hoffen, damit vielen Menschen im Dorf neuen Mut und Hoffnung geben zu können.

Projektarchiv: Agrarprojekt

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Es begann mit der Landreform
Im Sommer des Jahres 1991, eineinhalb Jahre nach der “Revolution”, wurde in Ciohorani das Land neu vermessen. Wir hatten schon eine Weile guten Kontakt zu der Brüdergemeinde dort und ihrem Leiter Bruder Luca, und so waren wir gespannt, wie es bei unseren Freunden nun weitergehen würde.

Und es tat sich tatsächlich etwas: Schon im nächsten Jahr wurde das Land aufgeteilt. Die Bauern hatten jetzt eigenes Land. Doch schnell zeigte sich, dass die Bauern trotzdem nicht eigenverantwortlich wirtschaften konnten: Zwar gehörte ihnen das Land, doch die Nutzgeräte blieben im Eigentum der staatlichen Genossenschaft und mussten von dort teuer ausgeliehen werden. Zu den Zeiten, in denen dringend ein Traktor gebraucht wurde, waren meist alle verliehen. Die Äcker wurden so oft zu spät bestellt.

Unsere Hilfe
Wir wurden gebeten, bei der Anschaffung eines eigenen Traktors zu helfen und haben sofort zugesagt. 1994 konnten wir dann einen neuen rumänischen Traktor samt Pflug, Scheibenegge, Transportanhängern u. ä. kaufen.

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Ein Traktor für Ciohorani

Und jetzt?
Der Traktor wird von Dan, dem jüngsten Sohn Bruder Lucas, gefahren, der mit seiner Familie davon lebt. Auch wenn es gelegentlich durch größere Reparaturen finanzielle Engpässe gibt, haben wir seit 1994 in dieses kleine Projekt kein Geld mehr stecken müssen. Es finanziert sich mittlerweile selbst. Von den Einnahmen wird armen Leuten geholfen, z. B. durch die Reparatur eines Daches oder den Kauf einer Kuh oder auch dadurch, dass das Land armer Leute kostenlos bearbeitet wird. Im Sommer 2001 konnte mit den Gewinnen aus dem Projekt eine Krankenstation in Ciohorani eingerichtet werden.