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    Evangelische Moldovahilfe Berlin e.V.
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  • Fahrtbericht November 2012

    Liebe Freunde der Moldovahilfe,

    am 17. September 2012 hat der Spiegel über die Republik Moldau berichtet. Es ist ein trauriger Artikel, der sich leider mit unseren Erfahrungen deckt. Den Text finden Sie im Archiv des Spiegel: http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-88656072.html

    Seit 1996 sind wir in der Republik Moldau tätig. In dieser Zeit sind uns viele Kinder und Jugendliche mit ähnlichen Schicksalen wie vom Spiegel geschildert begegnet. Für mich persönlich sind diese Begegnungen noch immer eine große Motivation für unsere Arbeit, und ich muss gestehen, dass mich viele Lebensgeschichten richtig berühren. Wenn ich kleinen Kindern begegne, die völlig vernachlässigt sind, oder Jugendlichen, die sich alleine durchs Leben schlagen müssen, oder auch Alten, die nach einem Leben voller Arbeit krank, einsam und mittellos sind, dann lässt sich das schwer vergessen und man will eben tun, was möglich ist.

    Und – wie schön, wenn junge Menschen dank der Stipendien dann eine richtige Berufsausbildung machen oder gar ein Studium aufnehmen können! Auch eine Armenküche und ein Sozialzentrum sind nicht „nur“ ganz nette Einrichtungen, sondern für so manchen eine wichtige Stütze im Leben.

    Ein bisschen ungerecht ist ja immer, wenn Sie als Spender die Arbeit zwar finanziell ermöglichen, wir aber dann vor Ort den Dank ernten oder uns direkt am Erfolg der Projekte erfreuen können. Umso mehr danke ich Ihnen aus vollem Herzen für die Begleitung und Unterstützung unserer Arbeit!

    Sascha Goretzko

     

    Hai sa mergem! – Sozialzentrum Costangalia startet am 1. Januar 2013

    Der Umbau unseres Kindergartens in ein Sozialzentrum nimmt Gestalt an. „Hai sa mergem!“ (Los geht’s!) sagen unsere moldauischen Partner dazu – und wir natürlich auch. Ab 1. Januar 2013 werden unsere Kinder im staatlichen Kindergarten des Dorfes betreut. Entsprechende Räume, Heizung und sanitäre Einrichtungen sind bereits vorhanden. Drei unserer Mitarbeiter werden die Kinder in ihre neuen Räume begleiten.

    In den freien Räumen des ehemaligen Kindergartengebäudes werden Angebote für Jugendliche und Senioren einziehen. Die Sozialkantine, die Bedürftigen einen Mittagstisch bietet, ist dort bereits länger zu Hause. Entsprechende weitere Angebote wie Spielenachmittage, Handarbeitskurse, Hausaufgabenhilfe, Tischtennis, Kicker u.v.m. werden ab Januar schrittweise angeboten. Auch die Außenanlagen wollen wir Schritt für Schritt anpassen damit sie den neuen Anforderungen gerecht werden. Sitzgelegenheiten für ältere Besucher, ein Sportplatz für die Jugendlichen sind dabei Wünsche, die an uns herangetragen wurden und die wir gern umsetzen wollen. Ebenso wie die Anschaffung einer Waschmaschine und der Einbau einer Dusche und einer Rampe zum barrierefreien Zugang.

    Wir freuen uns auf diese spannenden neuen Aufgaben mit unseren Partnern und hoffen dabei auch weiterhin auf Ihre Unterstützung und Gottes Segen.

    Felix Weickmann

     

    Stipendienprogramm – Start für 2013

    Im Rahmen unseres Stipendienprogramms werden 2012 zurzeit 23 junge Menschen von unseren Stipendiensponsoren bei ihrer Ausbildung unterstützt. Die Ausbildungen reichen dabei vom Bauarbeiter, Journalistin und Musiklehrer bis zum Informatiker und Sozialarbeiterin. Vier Jugendliche werden dieses Jahr Ihre Ausbildung abschließen und in ihr Berufsleben starten.

    Gern wollen wir auch im kommenden Jahr den Absolventen der 9. Klasse in Chioselia und Costangalia die Möglichkeit einer erweiterten Ausbildung bieten. Wenn Sie Interesse haben, einen jungen Menschen auf seinem weiteren Ausbildungsweg zu begleiten, freuen wir uns auf Ihre Rückmeldung. Gern stehen wir Ihnen dann für Ihre Fragen zur Verfügung.

    Felix Weickmann

     

    Hai la masă! – Komm zu Tisch!

    Ein Kochbüchlein aus der Republik Moldau als Weihnachtsgeschenk?

    Eine der ersten rumänischen Vokabeln, die man lernt, wenn man bei Mariana Batîr in Chioselia, einem kleinen Dorf in der Republik Moldau, zu Gast ist, lautet Poftă bună – Guten Appetit. Familie Batîr ist die moldauische Seite der Evangelischen Moldovahilfe Berlin e.V. und sie symbolisiert auf beste Art und Weise die typisch moldauische Gastfreundschaft. Ausgedrückt wird diese besonders durch das Essen – mâncarea. Das überaus leckere Essen, das wir jeden Tag von Mariana Batir serviert bekamen, veranlasste uns dazu, ein Kochbuch mit ihren Rezepten zusammenzustellen.

    Das Kochbuch beinhaltet 15 Rezepte mit Salaten und Hauptspeisen, welche wir als so lecker empfanden, dass wir sie gerne an Sie weitertragen möchten. Außerdem befinden sich im Anhang auch eine Bildanleitung, wie man auf moldauische Art eine Wassermelone aufschneidet und eine kleine Übersicht über das rumänische Essens-Vokabular.

    Kochbuch

    Bestellen können Sie das Kochbuch unter Telefon (0 30) 88 53 85 81 oder per Email (kochbuch@moldovahilfe.de, bitte Ihre Postadresse angeben!). Bitte überweisen Sie auch gleich die 10 € zuzüglich Porto- und Umschlagkosten (2,50 €) auf unser Spendenkonto. Das Kochbuch wird Ihnen dann umgehend nach Hause geschickt und schafft es so vielleicht noch unter den Weihnachtsbaum.

    Aus dem Vorwort des Kochbuches:

    Zu einer moldauischen Mahlzeit gehören in der Regel zwei Gänge: Als Vorspeise gibt es immer eine Suppe oder ciorbă. Ciorbă ist eine etwas sämigere Suppe. Der zweite Gang besteht im Normalfall aus Salaten, Kartoffel-, Reis- oder anderen Getreidegerichten. Außerdem wird zu jeder Mahlzeit Weißbrot und ein bunter Gemüseteller, bestehend aus gelben und roten Tomaten und Gurken, wenn möglich alles aus dem eigenen Garten, serviert.

    Als Getränk wird meistens das so genannte Kompott gereicht. Das ist ein selbst hergestellter Fruchtsaft. Dieser wird besonders in baptistischen Familien getrunken, da diese aufgrund ihres Glaubens keinen Alkohol trinken.

    In Moldova ist es selbstverständlich, dass die Frau in der Küche steht und kocht. Aber das soll bitte keinen Mann daran hindern, dieses Kochbuch und einen Kochlöffel in die Hand zu nehmen und Marianas Köstlichkeiten nachzukochen.

    In diesem Sinne: Poftă bună – Guten Appetit!

    Als kleines Weihnachtsgeschenk haben wir unser persönliches Lieblingsrezept schon mal abgedruckt. Es handelt sich um die Zunge der Schwiegermutter, eine witzige Kleinigkeit aus Auberginen:

    Zunge der Schwiegermutter (Limba soacrei)

    Zutaten:
    2 Auberginen
    4 rote und gelbe Tomaten
    Majonäse
    Öl

    Zubereitung:
    Die Auberginen in dünne Scheiben schneiden und in Öl dünsten, anschließend abkühlen lassen. Die Tomaten waschen und in längliche Stücke schneiden.
    Die Auberginenscheiben mit Majonäse bestreichen, mit einem Tomatenstück belegen und zusammenrollen. Die längliche Form der Aubergine erinnert an eine Zunge und das Dunkle an das böse Dahergerede einer Schwiegermutter (sehr klischeehaft) – daher der Name Zunge der Schwiegermutter.

    Astrid Naundorf