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    Evangelische Moldovahilfe Berlin e.V.
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  • Elke Richter

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    Wie bist du zur Moldovahilfe gekommen?

    Aus meinem Freundeskreis haben Felix Wolf  und Sascha Goretzko von ihren Erlebnissen und Tätigkeiten in Rumänien und in der Republik Moldau erzählt. Das erste Mal war ich mit der Abi-Abschlussfahrt in Rumänien, genauer gesagt in Siebenbürgen. Nach dem Ende der Fahrt  haben mich Sascha und Felix und die anderen aus der Gruppe abgeholt, und wir sind noch weiter durch das Land gereist, wo ich nochmals andere Seiten des Landes kennen gelernt habe.

    Wie waren deine ersten Eindrücke von Rumänien und der Republik Moldau?

    Rumänien ist ein unglaublich schönes und sehr abwechslungsreiches Land mit Bergen, Seen, Meer, dem Donaudelta. Die Republik Moldau dagegen ist eine flache Hügellandschaft. Es fehlt die Vielfalt, und man versteht auf eine Weise, dass es das Land schwer hat. Als ich das erste Mal in Moldova war – das war dann nach dem Studium – , hatte ich das Gefühl, aus den Fahrtberichten, Erzählungen und Bildern, viele Personen schon lange zu kennen, und sie waren mir bei den ersten Treffen in den Dörfern auf eine gewisse Weise schon vertraut.

    Wie hat diese Arbeit dein Leben in Deutschland verändert?

    Das Herangehen an die Zusammenarbeit hat sich verändert. Mir ist klar geworden, dass trotz zunehmend besserer Verbindung über das Internet einige Absprachen und Pläne aus der Entfernung nicht gut zu machen sind. Man muss viel vor Ort sein, persönlich sprechen.

    Warum machst du eigentlich mit?

    Es ist der Versuch, in einem sehr kleinen, überschaubaren Rahmen Dinge zu verändern. Vor allem in der Hoffnung, langfristig etwas zu bewirken. Deswegen halte ich das Sozialzentrum und auch die Stipendien für sehr sinnvoll, um den Teufelskreis aus Armut zu durchbrechen.
    Außerdem kann ich im Team Lücken füllen, vor allem im Printbereich der Öffentlichkeitsarbeit, also z.B. Faltblatt, Kalender, Plakate.

    Glaubst du, dass eure Hilfe etwas bringt?

    Die Kernsache war der Kindergarten, der in den letzten Jahren zu einem Sozialzentrum umgewandelt wurde, welches im Dorf gut angenommen wird. Eigentlich braucht man nicht so viel, damit es läuft, wie beispielsweise ein groß angelegtes IWF-Programm. Allerdings darf man nicht unterschätzen , wie viel Arbeit die kleinen Dinge machen, und dass man sich bei einer veränderten Situation immer wieder aufs neue Gedanken machen muss.
    Man kann sich zwar nicht sicher sein, ob jede Einzelinitiative auf Dauer etwas bringt. Aber man muss es eben manchmal einfach probieren, und dann vor Ort schauen, ob es funktioniert und wie es besser sein könnte; im Prinzip ständig die Prozesse zu evaluieren.

    Welche Wünsche und Hoffnungen hast du für das Land Rumänien und die Republik Moldau?

    Dass der Widerspruch zwischen Ost und West aufhört, das Hin- und Hergerissen werden zwischen der EU und Russland. Vor allem Moldova ist ein Spielball, zu klein und zu arm. Und dass die Bevölkerung aus der Unmündigkeit herauskommt, und sich selbst halfen kann. Vor allem hoffe ich, dass die Jugend, die diesen Generationswechsel schon vollzogen hat, im Land bleibt, damit das Land nicht auf Hilfe von außen angewiesen ist.