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    Evangelische Moldovahilfe Berlin e.V.
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  • Angela Melinte

    Arbeitsschwerpunkt: Medizinische Hilfe

    • geboren 1951
    • Krankenschwester in Suceava/Rumänien
    • Zusammenarbeit mit der Evangelischen Moldovahilfe Berlin seit 1991

    melinte

    Was hat Dich dazu bewegt, Dich über Deine Tätigkeit als Krankenschwester hinaus für andere Menschen einzusetzen?

    Zum einen die Bibel durch die Regeln, die sie für das soziale Zusammenleben des jüdischen Volkes vorgibt, zum anderen durch das Beispiel der Hingabe Jesu Christi für die Menschen.

    Auch das Vorbild meiner Eltern war wichtig. Von klein auf habe ich bei uns zu Hause Menschen gesehen, die um Ratschläge oder materielle und geistliche Hilfe baten. Niemals kam jemand vergeblich.

    Dann kam meine Berufsausbildung: Damals, als ich die Hochschule für Medizin besuchte, konnte man in dem Studiengang „Schutzassistenz“ die Ausbildung zur Arzthelferin mit der zur Sozialarbeiterin verbinden. Dies beinhaltete die Betreuung von Müttern, Kindern, Jugendlichen, Armen, Behinderten und Alten. Zudem machte ich Gesundheitsaufklärung zur Vorbeugung ansteckender Krankheiten, Krankheiten die durch Geschlechtsverkehr übertragen werden und Berufskrankheiten.

    Außerdem habe ich wohl eine angeboren Sensibilität gegenüber allem, was Leid bedeutet.

    Hat die Begegnung mit den Leuten aus Costangalia in der Republik Moldau Dein Leben verändert?

    Ein wenig in der Hinsicht, dass ich bisher die Nöte der einen nicht vor anderen „ausposaunt“ habe. Aber seit meiner Arbeit dort musste ich andere Menschen um Hilfe für die Leute bitten. Das heißt, bis jetzt habe ich immer allein versucht, nur mit meiner Familie, alles uns Mögliche zu tun, um anderen Menschen zu helfen.

    Nun können wir allein allerdings nicht mehr viel ausrichten; wir brauchen auch andere, um gemeinsam als Team zu arbeiten. Heute kann ich sagen, dass es wunderbar ist, im Team zu arbeiten.

    Hat sich auch durch die Zusammenarbeit mit den deutschen Partnern etwas in Deinem Leben geändert?

    Auch das ein bisschen: Bei uns in Rumänien läuft es meist nach dem Prinzip, dass sich jeder nur um die Alten und Armen kümmert, für die er aus familiären oder beruflichen Gründen verantwortlich ist. Wir (meine Familie und ich) sind das immer anders angegangen, hatten aber immer noch Zweifel, ob das so richtig ist oder nicht.

    Als meine Zusammenarbeit mit der Evangelischen Moldovahilfe Berlin e.V. begann, habe ich erlebt, dass auch andere Geschwister für fremde Menschen Verantwortung übernehmen, ohne den eigenen Bereich in irgendeiner Weise zu vernachlässigen. Das hat mich in meiner Arbeit ermutigt.

    Wie siehst Du die Entwicklung des Dorfes Costangalia?

    Costangalia – ein Dorf verstreut über zwei Hügel, verfallene Häuser, viele gesundheitsgeschädigte, geplagte, vom Weg abgekommenen Menschen. Das Dorf benötigt für seine Entwicklung in mehreren Punkten dringend Hilfe:

    • Führungskräfte, die intelligent sind, wirtschaften können, Visionen, Mut und Initiative zeigen;
    • Einbeziehung gläubiger Menschen in karitative Aufgaben sowie in Mission;
    • Einbindung der Intellektuellen in die moralische, soziale, wirtschaftliche und gesundheitliche Erziehung der Dorfbewohner;
    • eine Zuwendung durch ausländisches Kapital für einige kleine Unternehmen.

    Welche Eindrücke hast Du von Deiner Reise in Deutschland mitgenommen?

    Reiche gibt es auch bei uns… Arme gibt es auch bei uns… Mehr als eure Reichen oder Armen hat uns euer Umgang miteinander beeindruckt. Eure Aufmerksamkeit und Sorge um Kinder, Alte, Behinderte sowie eure sozialen Aktivitäten durch Spenden oder effektive Arbeit und das Vertrauen, das ihr bei den offiziellen Stellen habt, die euch Handlungsfreiheit gewähren und euch sogar manchmal mehr oder weniger finanziell unterstützen.