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    Evangelische Moldovahilfe Berlin e.V.
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  • Alexandru Palcu

    • geboren 1988 in Sibiu
    • Studium der Sozialen Arbeit in Dresden
    • seit 2008 bei der Ev. Moldovahilfe.de

    al_palcu

    Wie bist du zur Moldovahilfe gekommen?

    Als ich angefangen habe, hieß es noch RuMo-Hilfe, also eine Abkürzung aus Rumänien und Moldawien. Seitdem hat sich viel geändert. Ich habe den Verein über meine Schwestern Anna und Iliana kennen gelernt. Die waren schon öfter mitgefahren. Ich bin 2004 das erste Mal gefahren. Damals war ich 16 Jahre alt. Seit 2008 fahre ich fast jährlich mit in die Republik Moldau. Ich übersetze viel, arbeite aber auch inhaltlich mit, vor allem bei den sozialen Projekten. Ich möchte selber einmal im sozialen Bereich tätig werden.

    Was waren deine prägendsten Erlebnisse?

    Da kann ich zwei erzählen. Das erste ist lustig, das zweite sehr traurig.
    Auf einer meiner ersten Fahrten haben wir die Eltern einer Freundin in Moldova besucht.
    Und obwohl sowohl in Moldova als auch in Rumänien rumänisch gesprochen wird, habe ich zwei Stunden gebraucht, bis ich sie verstanden habe. Das Rumänisch klingt in Moldova doch sehr anders als in Rumänien. Inzwischen bin ich aber geübt und verstehe die Menschen sofort.
    Ein anderes Mal war ich mit Susanne in einem Dorf unterwegs und habe Kranke zu Hause besucht. Darunter war ein Mann, der eine Infektion am Zeh hatte. Er erzählte uns, dass der Arzt meinte, er wolle es abnehmen. Bei der Gelegenheit ist uns aufgefallen, dass die meistens Menschen, die eine Amputation hatten, oberhalb des Knies amputiert wurden. Wir haben uns gefragt warum. Die Menschen im Dorf erzählten uns ihre Antwort: Wenn der Arzt nicht bestochen wird, amputiert er lieber oberhalb des Knies, weil dort nur ein Knochen ist, unterhalb aber zwei. So ist es also weniger Arbeit. Diese Antwort war sehr makaber und ich weiß nicht, ob sie wirklich stimmt. Das Schreckliche aber ist, dass sie nach unserer Erfahrung tatsächlich wahr sein könnte.

    Was ist deine Motivation bei der Moldovahilfe mitzuwirken?

    Es ist die positive Entwicklung die mich motiviert. Auch wenn es nur ein wenig ist, jedes Jahr gibt es kleine Verbesserungen. Das ist schön zu beobachten. Außerdem freue ich mich immer, die bekannten Gesichter wiederzusehen. Auch das einfache sorglose Leben ohne Großstadtstress auf den Dörfern dort finde ich schön. Das gilt für den Sommer. Im Winter ist die Situation wieder eine andere.

    Wie hat dich die Mitarbeit bei der Moldovahilfe beeinflusst?

    Ich glaube unbewusst hat sie mich sehr beeinflusst. Ich habe aufgehört Architektur zu studieren und studiere jetzt Soziale Arbeit. Ich habe mich zwar schon vorher in dem Bereich engagiert und die Moldovahilfe war nicht der Auslöser. Dennoch hat sie unbewusst bestimmt zu der Entscheidung beigetragen.

    Was sind deine Wünsche und Hoffnungen für die Republik Moldau?

    Ich möchte für andere Menschen nicht vorbestimmen, was gut für sie ist und wie etwas zu sein hat. Das wichtigste ist, dass der Mensch zufrieden ist.
    Mein Wunsch aber ist, dass unsere Partner verstehen, dass sie das alles für sich machen. Nicht für uns, nicht für die Mitarbeiter der Moldovahilfe, die ab und zu vorbeikommen, sondern für sich selbst. Dass sie sich nicht mehr Mühe geben, wenn wir vorbeikommen. Stattdessen wünsche ich ihnen eine kontinuierlich positive Entwicklung.