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  • Rumänien

    Die Geschichte
    Rumäniens war immer wechselhaft. Die Okkupatoren der vergangenen Jahrhunderte hinterließen Spuren, die noch heute das Land prägen: das Osmanische Reich, das sich bis ins 16. Jahrhundert über das heutige Rumänien erstreckte, das Russische Zarenreich als sich expandierender östlicher Nachbar, aber auch die österreichisch-ungarische Monarchie in den westlichen Regionen und in der Bukowina. Die bewegte Vergangenheit ist auch an der Sprache erkennbar. Das Rumänische ist eine romanische Sprache, eng verwandt mit dem lateinischen und mit vielen Vokabeln, die dem russischen und türkischen Wortschatz entlehnt sind.

    Karte Rumänien

    Der Beitritt zur Europäischen Union
    wurde im Jahr 2007 gemeinsam mit Bulgarien vollzogen. Rumänien hat sich in den vergangenen Jahren stark gewandelt, demokratische Reformen wurden durchführt, und die Wirtschaft wächst enorm. Der EU-Beitritt ist eine Anerkennung dieses Wandels – es bleibt aber noch viel zu tun. So leben viele Menschen nach wie vor in ärmsten Verhältnissen, die sozialen Systeme sind unterentwickelt, und Korruption ist im Umgang mit Behörden oder im Gesundheitswesen weiterhin ein ernstes Problem.

    Starke Unterschiede
    fallen einem sofort auf, wenn man durchs Land reist. Der westliche, an Ungarn grenzende Teil und auch der Großraum Bukarest sind wirtschaftlich weiter entwickelt. Die östlichen, hinter den Karpaten gelegenen Regionen, von ausländischen Investoren bisher eher gemieden, sind die strukturell schwächsten und ärmsten des Landes. Die Menschen dort profitieren kaum vom Aufschwung.
    Aber auch die Schere zwischen verschiedenen Bevölkerungsgruppen geht immer mehr auseinander. Während es auch in Rumänien immer mehr wohlhabende Menschen gibt, haben sozial Schwache, Alte und Kranke es nach wie vor sehr schwer. Wer auf Leistungen des Staates angewiesen ist und keine andere Unterstützung bekommt, muss oft unter ärmsten Bedingungen leben.

    Die Menschen
    sind sehr offen gegenüber Fremden. Jeder Rumänienreisende, der einmal durchs Land gefahren ist, wird von der überschwänglichen Gastfreundschaft berichten können, die den Fremden entgegengebracht wird. Viel Freude ist in den Gesichtern der Menschen, obwohl deren Aussichten wegen der immer noch weit verbreiteten Armut eher düster sind.

    Das Land
    hat aber noch mehr zu bieten. Die Landschaften sind überwältigend schön. Es gibt die die Gebirgszüge der Karpaten, die historischen, bunt bemalten Klöster in der Bukovina, das Donaudelta als in Europa einzigartiger ökologischer Rückzugsraum für Pflanzen und Tiere und die mittelalterlichen Städte Siebenbürgens. Die Rumänen sind stolz auf ihre Landschaften und, nun ja, die Gegenden sind wirklich beeindruckend, auch wenn die Menschen mit der Natur manchmal nicht allzu zimperlich umgehen.

    Unsere Fahrten
    führen uns fast immer durch die Moldau. Damit ist die östlichste Region, angrenzend an den Nachbarstaat Republik Moldau gemeint. In der rumänischen Moldau, einer hügeligen Agrarlandschaft, hatten wir unser erstes größeres Projekt im Dorf Ciohorani aufgebaut. In der Stadt Suceava arbeiten wir mit der Krankenschwester Angela zusammen.

    Unsere Unterstützung
    in Rumänien kommt vor allem Menschen in besonders schwierigen Lebenslagen zu Gute. Das Krankenversicherungssystem ist erst im Aufbau, so dass viele dringende medizinische Behandlungen weiterhin aus eigener Tasche bezahlt werden müssen – oder bei Geldmangel eben unterbleiben. Besonders im ländlichen Raum ist die medizinische und soziale Infrastruktur darüber hinaus sehr lückenhaft. Mit Medikamentenfonds für Bedürftige tragen wir dazu bei, dass Medikamente und Behandlungen bezahlt werden können oder auch einfach nur der dringende Transport zum Arzt in die entfernte Kreisstadt ermöglicht wird.