• Kontakt

    Evangelische Moldovahilfe Berlin e.V.
    Brunnenstr. 162
    10119 Berlin post@moldovahilfe.de

  • Newsletter

    Wollen Sie über unsere Fahrten, Termine und Neuigkeiten regelmäßig informiert werden?
    Tragen Sie einfach Ihre E-Mail-Adresse in das folgende Feld ein.

  • Republik Moldau

    Früher
    war Moldawien der Obstgarten der Sowjetunion, eine von Landwirtschaft geprägte, sehr schöne Gegend. Das Landleben war zwar hart und nicht gerade komfortabel, aber alles, was man zum Leben brauchte, war vorhanden.

    Karte MoldovaHeute
    ist die Republik Moldau (so die offizielle Bezeichnung) unabhängig. Wirtschaftlich geht es jetzt den meisten Menschen aber schlechter. Gerade im armen Süden des Landes ist die Situation katastrophal. Wovon die Menschen dort leben, ist schwer zu verstehen. Fast jede Familie besitzt einige Hektar Land, das oft noch in Handarbeit beackert wird und die Existenzgrundlage darstellt – Subsistenzwirtschaft wie aus dem Lehrbuch.

    Bezahlte Arbeit ist selten, das offizielle Durchschnittsgehalt beträgt ca. 40 Euro und deckt damit nicht einmal das Existenzminimum. Im Winter sind die Häuser eiskalt, zum Heizen fehlt es an Brennmaterial. Kinder verwahrlosen, weil es an Medikamenten, nahrhaftem Essen, Kleidung und sogar an Matratzen und Decken fehlt. Die Säuglingssterblichkeit ist hoch. Viele Erwachsene suchen ihren Trost im Alkohol.

    Ernüchternd
    ist es zu sehen, dass einige Menschen nicht mehr an ihre Zukunft glauben. In den letzten Jahren hat sich auch nichts verbessert, im Gegenteil: Die Wirtschaft und das Sozialwesen brachen zusammen, so wurden beispielsweise Krankenhäuser und Kindergärten geschlossen, Kulturhäuser verfallen, landwirtschaftliche Geräte können nicht mehr repariert werden etc.

    Freude und Hoffnung
    erleben wir aber auch: Wir treffen immer wieder auf Menschen, die die Ärmel hochkrempeln und auch ohne fremde Hilfe etwas aufbauen. Als Beispiel sei hier die überwiegend junge Gemeinde von Costangalia genannt, die einen Ausweg aus Frustration und Lähmung gefunden hat. Hier wird uns deutlich, dass der Glaube trotz aller offensichtlichen Ausweglosigkeit zu einer Hoffnung führt, die der Beginn einer neuen Realität ist. Diese Gemeinde will ein Zeichen des Aufbruchs setzen. Nicht allein mit frohem Gesang und Gebet, sondern auch, indem sie Verantwortung für die notleidenden Kinder in ihrem Dorf übernimmt. So entstand gemeinsam unser Kindergartenprojekt, das wir im Jahr 2013 zu einem Sozialzentrum weiterentwickelt haben. Und wir kennen inzwischen sehr viele motivierte und kompetente Menschen in diesem kleinen Land, die mit Hoffnung in die Zukunft sehen

    So nah und doch so fern

    Der Künster Valeriu Kurtu hat den Buddy Bear für die Republik Moldau gestaltet.
    Dabei stellte er die Unkenntnis über das kleine Nachbarland der EU satirisch dar.

    Was in seiner Satire lustig aussieht ist unserer Erfahrung nach eine traurige Realität.