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  • Valeriu Batir

    Arbeitsschwerpunkt: Direktor des gemeinnützigen Vereins Bethania, Leiter des Sozialzentrums in Costangalia (Republik Moldau)

    • geboren 1971
    • Zusammenarbeit mit der Evangelischen Moldovahilfe Berlin seit 1996

    Valeriu wohnt in dem moldauischen Dorf Chioselia. In dem Nachbardorf Costangalia hat er vor einigen Jahren eine Baptistengemeinde gegründet. Geholfen hat ihm dabei seine Gabe, die Menschen nicht abschreckend zu belehren, sondern sie mit einer fröhlichen, herzlichen Art zu motivieren. Daraus ist jetzt eine kleine, vom Altersdurchschnitt sehr junge Gemeinde entstanden, die auch Verantwortung für die ärmsten Menschen im Ort übernehmen will. Valeriu hat daraufhin die Kinderspeisung organisiert und war maßgeblich verantwortlich für das Kindergartenprojekt. Heute leitet Valeriu das Sozialzentrum und unterstützt die Moldovahilfe bei der Umsetzung vieler weiterer Projekte vor Ort, z.B. beim Stipendienprogramm.

    Hier einige Antworten auf Fragen, die wir Valeriu bei einem Besuch in Berlin stellten:

    BatirWorin liegt die Motivation deines Mitwirkens am Projekt?

    Die Motivation für die Arbeit mit den Kindern in Moldova ist Gott, der mich zu dieser Arbeit gerufen hat. Da die Not und die Armut bei uns überall gegenwärtig ist, haben wir als Gemeinde versucht, den armen Familien mit vielen Kindern sowie den Waisenkindern so gut wie möglich zu helfen.

    Hat diese Arbeit mit den Kindern dein Leben verändert?

    Je mehr wir uns den Bedürfnissen der Kinder zugewandt haben, desto deutlicher sahen wir, dass die Not der Kinder noch viel größer ist als wir anfangs dachten. Die Arbeit hat mir beigebracht, ihnen näher und ihren Problemen gegenüber offener zu sein.

    Hat die Zusammenarbeit mit den Partnern aus Deutschland dein Leben verändert?

    Nachdem wir 1996 unsere Freunde und Brüder aus Deutschland kennen gelernt haben, haben wir mit einer umfassenderen Arbeit begonnen. Wir konnten den Kindern warmes Essen und ein Heim geben, in dem sie Zuwendung, Aufmerksamkeit und Liebe erfahren. Diese Aufgabe nimmt jetzt einen festen Teil in meinem Leben ein.

    Was denkst du über die Entwicklung im Dorf?

    Die Not und die Krise, in der sich die Republik Moldau befindet, veranlasst viele Eltern, das Land zu verlassen und ihren Lebensunterhalt im Ausland zu verdienen. Darin liegt das Problem des Dorfes Costangalia. Sehr viele Eltern sind weggegangen, haben die Kinder zurückgelassen und sie letztendlich vergessen. Wir hoffen zwar, dass sich die Situation ändern wird, aber zur Zeit ist leider keine Veränderung abzusehen.

    Welchen Eindruck hast Du von Deinem Besuch in Deutschland?

    Nachdem wir die Möglichkeit hatten, Deutschland zu besuchen, sind wir mit vielen guten Eindrücken nach Hause zurückgekehrt. Es blieb aber gleichzeitig ein Bedauern im Herzen, dass die Kinder in der Republik Moldau nicht auch eine solche gesicherte Zukunft haben.