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    Evangelische Moldovahilfe Berlin e.V.
    Brunnenstr. 162
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  • Sascha Goretzko

    Arbeitsschwerpunkte: Projekte, Finanzen, Werbung

    • geboren 1972
    • Mitarbeiter im Rechnungswesen der GASAG Berliner Gaswerke AG
    • seit 1990 bei der Evangelischen Moldovahilfe Berlin
    • weitere Interessen: deutsche Orthodoxie (www.orthodox.de)
    • E-Mail: goretzko@moldovahilfe.de

    goretzko

    Wie bist du zur Moldovahilfe gekommen?

    Andreas Bodemann kannte ich schon als kleines Kind. Und wer sich mit ihm anfreundet, landet zwangsläufig mal in Rumänien. So bin ich 1990 das erste Mal mitgefahren, ohne vorher irgendwelche Vorstellungen von dem Land zu haben.

    Wie waren deine ersten Eindrücke in Rumänien?

    In Rumänien war alles anders, als ich es aus meinem Leben in Deutschland kannte. Ich war damals noch ein Schüler aus dem relativ reichen West-Berlin, gerade mal 18 Jahre alt, ohne große Auslandserfahrung. Und dann steht man plötzlich in rumänischen Bauernhäusern aus brüchigem Lehm… Außerdem war ich in Rumänien ja nicht ein unscheinbarer Schüler, sondern plötzlich ein reicher Westeuropäer. Es waren so viele unerwartete Eindrücke und Erlebnisse in so kurzer Zeit, dass ich es gar nicht geschafft habe, alles zu verdauen. Auf der anderen Seite war ich sofort von den Menschen und Landschaften Rumäniens fasziniert. Deshalb war mir auch gleich klar, dass ich da noch mal hin muss.

    Wie hat diese Arbeit dein Leben in Deutschland verändert?

    Na ja, hier in Deutschland setzt man oft ganz eigenartige Prioritäten. Nebensächliche Kleinigkeiten bestimmen unser Leben, weil wir die wichtigen Dinge für selbstverständlich halten. Ich habe in den letzten Jahren gelernt, dafür dankbar zu sein, immer genug Essen, Kleidung und eine warme Wohnung zu haben. Dass das so ist, ist ja nicht mein Verdienst, auf das ich stolz sein könnte. Ich kenne in der Republik Moldau Menschen, die viel härter arbeiten als ich und mindestens genauso intelligent sind, die aber all das nicht haben, was ich habe.

    Warum machst du eigentlich mit?

    Wie gesagt, ich bin vor etlichen Jahren einfach mal so nach Rumänien gefahren. Das Land und die Leute dort habe ich ziemlich schnell ins Herz geschlossen. Antoine de Saint-Exupéry hat geschrieben: “Du bist für das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast” oder so ähnlich. Jedenfalls ist es bei mir genau so gewesen: Ich habe mich erst mit Land und Leuten angefreundet, und dann überlegt man doch ganz automatisch, ob man denen irgendwie helfen kann. Mir helfen meine Freunde ja auch.

    Glaubst du denn, dass eure Hilfe etwas bringt?

    Natürlich, sonst würde ich es ja nicht machen. Aber die Frage ist schon berechtigt. Die Not dort hat ja Ursachen, die in der Geschichte der Länder liegen, und diese Ursachen können wir nicht beseitigen. Da sind in erster Linie die Politik und die Menschen vor Ort gefordert. Trotzdem macht unsere Arbeit Sinn, weil sie einigen Menschen fassbare Hilfe bringt. Außerdem – wir sind ja nur ein paar Leute, die das in ihrer Freizeit machen, wir sind keine Profis. Dafür ist das Ergebnis schon ganz in Ordnung.