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    Evangelische Moldovahilfe Berlin e.V.
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  • Iliana Palcu

    Arbeitsschwerpunkte: Pädagogische Arbeit, Stipendienprogramm

    • Geboren 1979 in Sibiu, aufgewachsen in einem siebenbürgisch-deutschen Dorf
    • Deutschlehrerin
    • Email: i.palcu@moldovahilfe.de

    i_palcu

    Wie bis du zur Moldovahilfe gekommen?

    Ursprünglich über meine ältere Schwester Anca Palcu, die schon zwei Jahre vor mir als Übersetzerin mitgefahren ist und mir immer viel von diesen Fahrten erzählte. Im März 2002 bin ich dann das erste Mal selbst als Übersetzerin mitgekommen. Zu diesem Zeitpunkt wohnte ich bereits in Dresden. Deswegen wurde ich dort eingesammelt und es ging mit dem Auto in mein Heimatland Rumänien und darüber hinaus in ein auch mir noch unbekanntes Land, Moldova. Auf dieser Fahrt waren fast alle aktiven Mitglieder dabei, so dass ich viele auf einen Streich kennen lernen konnte. Zum Glück hat mich dieser verrückte Haufen nicht abgeschreckt. Auf meiner ersten Fahrt hätte ich aber trotzdem nicht gedacht, dass ich einmal ein festes Mitglied sein würde. Diese erste Fahrt war sehr prägend. Ich erinnere mich auch noch gut daran, wie wir in Moldova ankamen. Alles war dunkel. Mein Wissen über dieses Land war noch unbeleuchtet und genauso die Nacht um uns herum. Wir sahen keine Schilder, wussten nicht, wo ein Dorf anfängt und wo es aufhört.
    Trotz der verrückten Leute und der Abenteuer auf der Fahrt hat es mir so gut gefallen, dass ich im Herbst gleich nochmal mitfuhr und im Jahr danach dreimal hintereinander. Tja, und irgendwann war die Moldovahilfe dann ein Teil meines Lebens.

    Worin liegt die Motivation deines Mitwirkens am Projekt?

    Das ist eine schwierige Frage. Motivation ist für mich eine Kopfsache. Motivation sollte man für seinen Beruf haben, bei so etwas Freiwilligem wie der Moldovahilfe braucht man eine innere Verbindung. Das ist für mich eine Gefühlssache.
    Die ersten Fahrten waren für mich einfach interessant. Ich konnte etwas Neues kennenlernen. Ich habe viel mit Rumänien verglichen und eine Menge Unterschiede festgestellt.
    Irgendwann ist man dann auch gefühlsmäßig so drin, dass man nicht mehr aussteigen kann. Obwohl ich wie viele Aktive auch mal Krisen hatte und gedanklich schon mal aussteigen wollte.
    Was ich aber schon immer toll fand, war das Reisen in der Gruppe und innerhalb weniger Tage so viele Dinge zu erleben. Das hat eine starke Intensität.

    Glaubst du, dass eure Hilfe etwas bringt?

    Im ersten Moment könnte ich jetzt mit „Nö“ antworten, wenn ich etwas nachdenke, muss ich vielleicht doch mehr differenzieren. Wir werden niemals das Land oder das System ändern. Aber für Einzelschicksale können wir doch bedeutend sein.

    Wie hat diese Arbeit dein Leben verändert?

    Ich kann sagen, dass sich mein Bild von Moldauern gebessert hat. Dafür muss man wissen, dass die Sicht von Rumänen auf Moldauer überwiegend nicht sehr positiv ist. Meine rumänischen Freunde verstehen bis heute teilweise nicht, warum ich so viel Zeit in und mit diesem Land verbringe. Vielleicht sollte man sie alle einmal mitnehmen.
    Außerdem habe ich auch in Deutschland viele Menschen und schließlich Freunde kennengelernt.

    Welche Wünsche und Hoffnungen hast du für Rumänien und die Republik Moldau?

    Was mir in Moldova besonders krass auffällt ist der große Unterschied zwischen Dorf und Stadt. Auf den Dörfern ist das Leben oft noch sehr ursprünglich, was ich aber als schön empfinde. In den Städten ist alles einheitlich, man kann es als „Kopie des Westens“ bezeichnen. Ich wünsche dem Land einen Mittelweg. Den Rasenmäher für den Bauern und den Großstädtern ein Leben ohne Identitätsverlust.