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    Evangelische Moldovahilfe Berlin e.V.
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  • Felix Weickmann

    Arbeitsschwerpunkte: Werbung, Pressearbeit und Stipendienprogramm

    weickmann

    Wie bist du zur Moldovahilfe gekommen?

    In der Jungen Gemeinde lernte ich Andreas Bodemann kennen, und damit auch seine Arbeit. Mich reizte einerseits die Fahrt in ein Land, das ich bis dahin noch nicht einmal auf der Landkarte auf Anhieb gefunden hätte und welches mich auch aufgrund seiner Sowjet-Vergangenheit interessierte. Andererseits wollte ich Menschen kennen lernen, die in völlig anderen Umständen leben (müssen) als ich selbst.

    Wie waren deine ersten Eindrücke in Rumänien und der Republik Moldau?

    Als ich das erste Mal in die Republik Moldau fuhr, war es gleichzeitig auch das erste Mal, dass ich in Rumänien war. Beim Fahren durch dieses Land dachte ich, dass müsse das untere Ende der Lebensstandardskala in Europa sein. Doch wurde ich in der Republik Moldau eines Besseren belehrt. Mitten in Europa – geographisch gesehen – liegt ein Land, das ich ohne lange zu überlegen als Entwicklungsland einstufen würde. So etwas hatte ich bis dahin nicht gekannt. Um so mehr war ich von der Gastfreundschaft angetan. Lange bestand noch eine gewisse Distanz zwischen uns und unseren moldauischen Partnern, die jedoch seit der Fahrt im September 2000 nicht mehr zu spüren war. Wir mussten uns auch gegenseitig erst einmal kennen lernen und die Verlässlichkeit der jeweils anderen Seite prüfen. Gefahren bin ich damals mit einem Gefühl der Freundschaft. Ich hoffe, dass dies so bleibt und uns unsere moldauischen Freunde auch in Deutschland einmal besuchen können – und nicht als illegale Bauarbeiter kommen müssen.

    Gab es dort Schlüsselerlebnisse für dich?

    Spontan fallen mir da die beinahe unzähligen Grenzaufenthalte ein. Wenn wir wieder irgendwelche Papiere nicht hatten oder Freitagnachmittag an der Grenze Zustimmungen von irgendwelchen wichtigen Personen aus der Hauptstadt fehlten, diese allerdings erst zum Wochenbeginn wieder in ihrem Büro aufkreuzten. Oft hieß es dann warten, bis sich die Situation auf andere Weise löste.

    Wie hat diese Arbeit dein Leben in Deutschland verändert?

    Ich denke oft an unsere Freunde in Moldova. Oft ganz belanglose Sachen: Wie es ihnen geht, was sie gerade machen und wie wohl das Wetter gerade sein mag.

    Oft ertappe ich mich dabei, wie ich darüber grüble, auf welchem Weg wir neue Leute von diesem Projekt begeistern oder neue Spenden auftreiben können.

    Warum machst du eigentlich mit?

    Bei dieser Arbeit sehe ich sofort Resultate. Gerade das Kindergartenprojekt – heute ein Sozialzentrum –  liegt mir besonders am Herzen, da ich seit Beginn dabei bin und so jeden einzelnen Schritt verfolgen und mitgestalten kann. Wir helfen ganz konkreten Personen, die wir kennen und bei denen wir wissen, dass sie unsere Hilfe brauchen. Noch direkter kann eine länderübergreifende Zusammenarbeit kaum sein. Außerdem, so plakativ das auch klingen mag, sind aus Fremden Freunde geworden – und Freunden hilft man doch gern, oder?

    Welche Wünsche und Hoffnungen hast du für Rumänien und die Republik Moldau?

    Ich hoffe, dass der Resignation in beiden Ländern Einhalt geboten wird und gerade die jungen Leute im Land bleiben können und wollen. Dabei sollten wir helfen und den Menschen zeigen, dass sie vom restlichen Europa nicht vergessen und allein gelassen werden.