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    Evangelische Moldovahilfe Berlin e.V.
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  • Anca Palcu

    Arbeitsschwerpunkt: Sozialzentrum Costangalia

    • geboren 1978, Heimatort Sibiu/Rumänien
    • Studium der Sozialarbeit/Sozialpädagogik in Dresden
    • Projektleiterin einer Behindertenwerkstatt in Sibiu/ Rumänien
    • Seit 2000 bei der Evangelischen Moldovahilfe Berlin
    • E-Mail: a.palcu@moldovahilfe.de

    a_palcu Wie bist du zur Moldovahilfe gekommen?

    Sehr zufällig: durch eine Freundin, die mich mitgenommen hat, um für die Gruppe zu übersetzen. Es war im Frühjahr 2000. Seitdem fahre ich je nach Möglichkeit mit. Es ist schon wie eine „Sucht“ (im positivem Sinne gemeint), die mich gepackt hat, ich kann mich davon schwer trennen, da sich in der Zeit gute Freundschaften und Beziehungen gebildet haben, auf die ich ungern verzichten möchte.

    Was waren deine ersten Eindrücke in der Republik Moldau? Gab es dort Schlüsselerlebnisse für dich?

    Ja, und es gibt jedes Mal welche. Eines der ersten war die Wahrnehmung der großen Diskrepanz zwischen der Not der Leute und deren Gastfreundlichkeit. Zu der Zeit meiner ersten Fahrt nach Costangalia habe ich noch bei meinen Eltern in einem sehr kleinen Zimmer gewohnt, ich hatte aber mein eigenes Zimmer und musste es nicht mit anderen Familienmitgliedern teilen. Was ich aber in Moldawien gesehen habe, hat mich tief beeindruckt: Da lebte die ganze Familie in einem Zimmer, und alle kamen miteinander sehr gut zurecht. Ich habe auch oft Familien getroffen, wo auch die Großeltern mit dabei lebten. Ich glaube dieses einfache Leben, das die Menschen da haben, und die ganzen Bilder dazu, das sind Eindrücke, die ich jedes Mal mitnehme und darüber nachdenke.

    Worin liegt die Motivation deines Mitwirkens im Projekt?

    Meine Motivation liegt in dem christlichen Handeln der Nächstenliebe, aber auch in einem professionell sozialarbeiterischen Handeln, das ich durch mein Studium der Sozialen Arbeit mitgenommen habe. Es ist mir sehr wichtig, meinem Leben einen Sinn zu geben, indem ich anderen Menschen helfe. Durch dieses Projekt kann ich das sehr gut verwirklichen. Deshalb ist auch mein Schwerpunkt der Arbeit in der Moldovahilfe die pädagogische Beratung und Anleitung der Mitarbeiterinnen im Sozialzentrum.

    Hat die Zusammenarbeit mit den Partnern aus der Republik Moldau dein Leben verändert?

    Nicht nur die Zusammenarbeit mit den Partnern, sondern die ganze Arbeit der Moldovahilfe hat mein Leben verändert, in dem Sinne, dass ich über das Leben allgemein mir neue Fragen stelle, und nach jeder Fahrt habe ich neue Erkenntnisse über die Notwendigkeit unserer geleisteten Hilfe. Die Zusammenarbeit stellt nicht nur ein Mitgestalten an einem Projekt dar, sondern darüber hinaus sind gute Freundschaften gewachsen – Freundschaften, die trotz der weiten Entfernung zwischen den Ländern, aber auch zwischen den Kulturen aufrecht erhalten bleiben.

    Wie siehst du die Entwicklung im Dorf Costangalia?

    Die Entwicklung in Costangalia liegt in dem Aufbauen von einzelnen kleinen Initiativen, die wir unterstützen; somit ist ein Erhalten und eine Verbesserung der Infrastruktur des Dorfes möglich. Durch den regelmäßigen Besuch des Kindergartens und später ds Sozialzentrums haben mehr Kinder den Zugang zur Erziehung und Bildung bekommen. Von diesem Vorteil profitieren gerade Kinder aus schwierigen Verhältnissen, wo die Eltern kein Einkommen haben oder sich um die Erziehung der Kinder nicht kümmern können. Durch solche kleinen Schritte ist, glaube ich, sicher eine positive Entwicklung möglich – eine Entwicklung, die von den Leuten dort getragen wird, durch das Prinzip der „Hilfe zur Selbsthilfe“.